Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele … (Biografiearbeit & Demenz)

Biografiearbeit Demenz(Pflege: Demenz – Biografiearbeit. Einleitung.)

 

Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele …
… gehörten noch zu mir??? – (Biografiearbeit)

Im Ernst: Die Frage ist gar nicht so verkehrt. Vielleicht ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Ihr(e) Anghörige(r) sich an Begebenheiten, Personen und Gebäude von früher einwandfrei erinnern kann, aber dass er oder sie vor drei Wochen ein neues Enkelkind bekommen hat, weiß Ihr(e) Anghörige(r) nicht mehr. Der Ehepartner wird erkannt – aber die eigenen Kinder sind dem Menschen mit Demenz vielleicht schon fremd.

Im Laufe einer Demenz brechen nach und nach die zuletzt im Gehirn gespeicherten Dateien weg. Wie in einem Bücherregal, bei dem die Bücher nach und nach von einer Seite aus von dem Regal kippen. Was zuerst gespeichert oder eingeräumt wurde, ist noch da. – Genauso bei einer Demenz. Daher sind frühere Erlebnisse und Personen noch gegenwärtig – Geschehnisse aus der neueren Zeit aber mitunter schon vergessen.

Wichtig ist daher die Biografiearbeit: Aus welchem Stall (bei Landwirtschaft fast wörtlich zu verstehen) komme ich? Wer gehört(e) alles zu mir? Wie sah ich früher aus? Wer bin ich?

Ein Mensch mit Demenz sucht nach seiner Identität. Dabei helfen alte Fotos, Lieblingsmelodien, Lieder, Texte, Stoffe und Gegenstände von früher, um sich zu erinnern.

Aus einem schulischen Entwurf einer Internetseite zum Tema Demenz.
Der folgende Passus ist im Entwurf ebenfalls enthalten …

Sprechen Sie uns an: Wir freuen uns über Hinweise aus der Lebensgeschichte Ihres Angehörigen, die Sie uns mitteilen können. Und vielleicht können Sie noch den ein oder anderen praktischen Tipp von uns als Pflegepersonal mitnehmen.

Hier auf Ideesamkeit.de können Sie gerne Fragen zum Tema Demenz einreichen: Im Einsendeblatt oder per Kommentarfeld. Ob und wer aus dem Tiem oder der Altenpflegeschule dann gerade Zeit für eine gute Antwort findet, müsste man im konkreten Fall sehen.

Ach ja, wenn Ihnen hier in der Rechtscheibung ein paar Buchstaben fehlen oder seltsam vorkommen, so liegt das nicht am Tema Demenz. Sondern am Tema Linguistik (Sprachwissenschaft). Einer der Autoren ist einfach der Meinung, dass man Buchstaben, die man nicht spricht, auch gleich weglassen kann … ;-)

 

www.ideesamkeit.de

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