Veröftern: öfter machen

Eine pracktische Wortneuheit hat Torpedo73 eingereicht:

veröftern – etwas in Zukunft öfter tun als sonst

Dazu hat er gleich eine komplette Grammtick mitgeliefert: ich veröftere, du veröfterst … die Satzergänzungen dazu stammen von Ideesamkeit.de

ich veröftere – ich werde es öfter tun als sonst
Ich werde meine Hausaufgaben veröftern … *jaha, hust*

Du veröfterst das Halten-Träning.

Er veröftert die Grillabende

und sie veröftert die Freibadbesuche.

Was haltet ihr davon, wenn wir veröftern, hin und wieder mit Gott zu reden? Unser Gespräch mit ihm scheint in letzter Zeit eingeschlafen.

Sie veröftern den Erdnusskonsum.

Sie alle (hm, ne neue grammatische Person?) veröftern, neue Worte zu erfinden.

 

Witzigerweise ist auf diese ganz neu in einem Gepräch in Teamspeak3 (lassen wir dem Einsender mal seine Schleichwerbung ;-) ) entdeckte Wortidee vor geraumer Zeit schon ein anderer Worterfinder gekommen. Passiert manchmal, dass zwei Leute unabhängig voneinander auf die gleiche Wortschöpfung kommen. Der zweite, der das gleiche Wort – veröftern – notierte, war Joachim. In seinem Buch aus dem Jahre 1811 (!!) hat er dieses Wort bereits verzeichnet: Joachim Heinrich Campe. Wörterbuch der Deutschen Sprache.

Ähnlich erging es Ideesamkeit.de auch bei eigenen Worterfindungen.
Die Wissung z.B.  – also Neuwort für Information – ist eigentlich so verrückt und ungewöhnlich, dass kein anderer auf so eine Wortidee kommen würde. Allerdings hatte der Worterfinder nicht mit den alten Engländern gerechnet, die im Angelsächsischen auch schon auf die Idee gekommen waren, ein Wort namens wissunc zu erfinden. Wenn auch mit anderer Bedeutung.

Schon verrückt, dass ganz neumodisch klingende und wirklich neu erfundene Wörter manchmal zugleich uralt sind.

 

www.ideesamkeit.de

 

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