Pflegegrönländisch – Tatobsub – Wortschöpfungen für Rechtskunde ;-)

(Sprache / Pflegewissenschaft / Rechtskunde / Wortschöpfungen)

Grönländisch ist bekannt für seine Wörter mit Überlänge. Sukkulaatiguttorsuaq. Kein Mensch außerhalb von Grönland versteht das. Bis auf ein paar Inuit vielleicht, die ähnlich sprechen. Grönländische Wörter sind so etwas wie eine Gedächtnisstütze. Ein ganzes Lebensgefühl in einem einzigen Wort.
Sukkulaatiguttorsuaq könnte dem Lebensgefühl vieler Leserinnen und Leser entsprechen. Hier erfahren Sie mehr …

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Für Pflege, Medizien und Pflegewissenschaft werden jetzt ähnliche Gedächtnisstützenwörter getestet, hier auf Ideesamkeit.de: Pflegegrönländisch. Möglichst viele Inhalte in einem einzigen oder in ganz wenigen Wörtern. Über Sinn und Unsinn des Ganzen kann später diskutiert werden. Erst einmal wird getestet. ;-) Ein Anspruch auf Vollständigkeit, korrekte Angaben oder Haftung jedweder Art besteht nicht. – Vorsicht: Nicht alle Angaben ernstzunehmen!
* = Wörter, die es nicht gibt. ;-)


 

Bespiele aus dem Bereich der Rechtskunde.

 

Wortkürzungen – Pflege und Recht

  • Tatrechtsbestand*, Tatrechtsbestandprüfung*: Prüfungsschema für Strafbarkeit, bei der I) der Tatbestand (obj. + subj), II) die Rechtswidrigkeit (Def.+ Rechtfertigunggründe) und III) die Schuld (Schulfigkeit*, Entschulgunggründe*) geprüfterden
  • Schulfigkeit*:Schuldfähigkeit
  • Entschulgunggründe*: Entschuldigungsgründe ist ja noch länger.
  • Tatobsub*: Unter dem Tatobsub* versteht man die Prüfung eines Tatbestandes bzw. der Tat bzw. des Verhaltens des Täters als
    ..1. objektiven Tatbestand (Tatbestandsmerkmale, gesetzl. Merkmale einer Straftat), bei Fahrlkeitstaten* auch die Sorgfaltspflichtverletzung (und Garantenstellung) sowie den …
    (-> 2.)Objektiver Tatbestand: Ist die Amsel im Vogelhaus überhaupt tot, oder liegt sie „nur“ im Koma? Treffen wirklich alle Straftatbestandsmerkmale für eine Ermordung des Vogels zu?
    (Die Formulierung jetzt mal nicht zu ernst nehmen!!!).Wie die Bezeichnung schon sagt, wird hier gefragt, ob die Straftat überhaupt vorliegt.) ggf. kommt auch § 223 StGB Körperverletzung oder § 224 gefährliche Körperverletzung (Verletzung der Amsel mit einem spitzen Gegenstand oder mit Medikamenten) in Betracht. ;-)
    2. subjektiven Tatbestand (außerbei Fahrlkeitstaten), in dem der Vorsatz geprüft wird. Vorsatz heißt: Wissen und Wollen der Tat.Also: War dem Täter wirklich bewusst, dass die Amsel kein Körnermüsli verträgt? Und: Wollte der Täter die Amsel mit dem Körnermüsli (oder den Schinken oder was auch immer) wirklich vergiften, oder wollte er sie eigentlich nur betäuben?

    Wichtig ist auch die Ursache-Folge, die Kausalität.
    Also: Ist die Amsel überhaupt an dem Vogelfutter gestorben – oder hat sie sich in Wirklichkeit beim einfliegen an der zu niedrigen Vogelhausüberdachung den Kopf gestoßen?

    II Rechtswidrigkeit – zu prüfen: Rechtfertigungsgründe

  • NotwehrNotstandEinwillMutwillRechtfertwill*
    (= Notnotwillwillwill*)Unter NotwehrNotstandEinwillMutwillRechtfertwill*, kurz, Notnotwillwillwill* – wenn Sie nichts für derartigen Unsinn übrig haben, sollten Sie diesen Artikel echt nicht lesen ;-) – sind die Rechtfertigunggründe zu verstehen, die in Schritt II der Strafbarkeitsprüfung (Tatrechtsbestand*), der Rechtswidrigkeit unter die Lupe genommerden. Rechtswidrig ist eine Handlung genau dann, wenn der Tatbestand (also der Tatobsub*) eines Strafgesetzes tatsächlich ausgeführt wurde und es keinen sogenannten Rechtfertigungsgrund, keinen NotwehrNotstandEinwillMutwillRechtfertwill* – dafür gibt.
  • Notnotwillwillwill*: Die Rechtfertigungsgründe, die eine eigentlich strafbare Handlung u.U.rechtfertigen können, sind im Einzelnen: Notwehr (§32 StGB), Notstand (§34 StGB), Einwilligung (s.a. § 228 StGB), mutmaßliche Einwilligung und rechtfertigende Behandlungsabbruch lt.Patientenwillen.
  • III Schuld:zu prüfen: Schulfigkeit und Entschulgungsgründe
  • Def.: Ein „Täter handelt schuldhaft, wenn ihm die Tat persönlich“ vorgeworfenerden kann, vorausgesetzt, er kann „bei Begehung der Tat frei zwischen Recht und Unrecht wählen uns sich pflichtgemäß verhalten.“
  • Schuldfähigkeit und Entschuldigungsgründe usw. …

  • Einwillfigkeit*: kurz f. Einwilligungsfähigkeit
  • einwillfig*: einwilligungsfähig

 

 

Quellen: Unterrichtsunterlagen – hier jedoch abgewandelt und ergänzt …

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