Neue Farben & Farbwörter (Wortschöpfungen)


Farbmusterfarben

Rot, gelb, grün, orangsch … das alles sind einfarbige Farben. Wie sieht es aber mit zweifarbigen Farbens aus, also Farbmuster? Auch dafür gibt es jetzt eigene „Farbnamen“. Bisher musst man immer sagen: schwarz-weiß-gestreift, wenn man ein afrikanisches Pferd sah. Jetzt geht es auch kürzer: das Tier ist …… zebrafarben!

  • zebra*- Vorsilbe für gestreifte Flächen in weiß und einer anderen (= der genannten Farbe)
  • zebra, zebrafarben: schwarz-weiß-gestreift: Ein Tisch in Zebra, ein zebraner Tisch, ein Zebratisch
  • zebrablau: blau-weiß-gestreift
    zebragrün: grün-weiß-gestreiftzebrarot:rot-weiß-gestreift
    usw.
  • klaunfisch: spezielle Farbbezeichnung für weißorangschgestreift.Wobei die Frage ist, ob die Farbzusammenstellung klaunfisch noch iwo anders vorkommt als eben beim Klaunfisch.

Farbe-Form-Hintergrund

Eine pracktische, neue Möglichkeit, Farbmusternamen in eine süstematische Form zu gießen, ist der Aufbau „Farbe-Form-Hintergrund“. Während man bisher immer einen halben Satz schreiben musste, um eine „blaue Flagge mit weißer Schrift“ näher zu beschreiben, reicht in Zukunft oft schon ein einziges Wort: blauschriftweiß. Das bedeutet: Die Flagge hat blau (Farbe) als Schrift (Form) auf weiß (Hintergrund). Eine Deteilbeschreibung, ein halber Satz in einem einzigen Wort.
Wem das immer noch zu lang ist, der kann so genannte Farbmusterkürzungen verwenden: eine Flagge in blauftweiß (= blau(schri)ftweiß)

Für den Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Der Vorteil dieser neuen „Farbnamen“ aus „Farbe-Form-Hintergrund“ ist, dass mit einem einzigen Wort eine Farbmusterfläche oder einen Gegenstand viel genauer und detaljierter beschreiben kann. Bisher musste man entweder sagen: eine blaue Flagge – und die genauere Beschreibung mit der weißen Schrift einfach weglassen. Oder man brauchte mindestens einen halben Satz, um einen Gegenstand farblich näher zu beschreiben.

  • blauschriftweiß, kurz: blauftweiß, blaufweiß: mit blauer Schrift auf weißem Hintergrund, zB.auf einem blauftweißen Kugelschreiber. Als Hauptwort: Blauftweiß:blaue Schrift auf weißem Hintergund
  • weißschriftblau, kurz: wiftblau: die umgekehrte Gestaltung:weiße Schrift auf blauer Fläche.zB. bei den Einkaufsschipps von gekreuzsiegt.de
  • Blauft, Wift, Grünf allein für sich geschrieben stehen die Wortkürzungen für die entsprechenen Schriftfarben: blaue Schrift, weiße Schrift – ohne nähere Angaben über den Hintergrund.
  • grünschriftgelb, kurz:grünfgelb, grüfgelb: in grüner Schrift auf gelbem Hintergrund
  • gelbschriftgrün, gelpfgrün, gelfgrün: umgekehrt: in gelber Schrift auf grünem Hintergrund.Mithilfe der neuen Farbnamen kamman sogar farbige Schriftarten, Schriftbilder, Kalligrafien, Tüpografien näher und kompackt beschreiben
  • altiquagrün (allein in der Reihenfolge: Schrifttüp + Farbe): in grüner Antiquaschirft
  • bräunlichunzialenbeesch: in bräunlicher Unziale auf beeschem Hintergrund
  • rötlichlichkeltischelefantenhaut, röt(lich)keltschriftelefantenhaut. Zugegeben, solche Farbnamen muten etwas ungetüm an.Dafür lassen sich Kalligrafien viel näher beschreiben:ein Schriftblatt in rötlichkeltischlelefantenhaut (oder: rötlichkeltschriftelefantanhaut) würde in (braun)rötlicher (nicht in knallroter), keltisch anmutender Schriftart auf (marmoriertem) Elefantanhaut(papier) geschrieben.
  • grünarialweiß wäre dann etwas,was sich wieder mit Word auf dem PC umsetzen lässt. Eine Einladung mit grünarialweißer Üschrift (Überschrift), also mit grüner Überschrift in der Schriftart Arial auf weißem Hintergrund, während der Fließtext z.B. schwarz ist (oder schwaftweiß, schwarzschriftweiß).

räumliche Farben und Feldfarben (geometrische Farben)
(Farben in einer bestimmten Form)

  • schach-, schachblau, schachweißblau
    schach- steht als Vorsilbe für Farben, die im Schachbrettmuster angeordnet sind, etwa für schachweißschwarze Fußböden. Istnur eine Farbe angegeben, so ist als zweite Farbe automatisch „weiß“ gedacht: schachblau ist also eine Fläche aus blauen und weißen Feldern im Schachbrettmuster. Wer die Farbzusammenstellung bzw. den Weißanteil noch stärker betonen will, kann dafür auch schachweißblau sagen oder gekürzt: schachbleiß (auch: schachbl(auw)eiß)
  • schachbeeschbraun: Das Spiel „Dame“ verwendet zB oft ein schachbeeschbraunes Feld, also ein Schachbrettmuster in beesch und braun. Gerade Riesenschachfiguren im Garten haben aber oft auch einen schachweißgrauen (=schachgrauen) Untergrund aus Betongplatten.
  • ringblau: ringförmiges Blau
  • würfelblau: Blau in Form eines Würfels oder: blauer würfel
  • kegelblau: zB: Hütchen in kegelblau
  • püramiedenblau:blau in Püramiedenform, blaue Püramieden
  • hügelblau: ein blauer Hügel
  • talblau: ein blaues Tal
  • scherbenblau

Kleidungsstückfarben

  • hutblau: eine Kopfbedeckung in hutblau, eine Kopfbedeckung in turbanblau

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.