JE SUiS CHaRlie

Eigentor. Ob das die Absicht der Attentäter in Paris war? Islamismus war das, was sie eigentlich wollten. Vermutlich. Und jetzt prangen in ganz Frankreich Schilder, die bei genauer Betrachtung das Gegenteil von dem sein dürften, was die islamistischen Gewaltäter bezwecken wollten: „Je suis Charlie“ – „Ich bin Charlie“ gemeint ist die Satire-Zeitschrift, die gewissen Karrikaturen veröffentlichte.

Interessant ist vor allem ein zweiter Blick auf die Schilder, die überall in Frankreich hochgehalten werden. Die allermeisten Betrachtern dürfte eine verblüffende Aussage gar nicht aufgefallen sein …
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JESUiS-CHaRlie Jesus: Ich-Bin-Worte..

Was riefen die Terroristen vermutlich? Allahu akbar – Allah (der Gott des Koran) ist größer. (Gott sei Dank – dass die überwiegende Anzahl der Muslime hier bei uns nicht so handelt wie die Islamisten. :-) )
Und was kam als Echo gegenüber den Islamisten zurück? Wenn man genau hinschaut, ähnelt die Aussage auf den Schildern dem hier:

JE SUiS
CHaRlie

noch deutlicher:

JESUS
CHR.

Jesus Christus!

Gott ist nicht tot, sodass er auf die Frage, wer größer ist, nicht antworten könnte. Besonders das „Je suis“ ähnelt in verblüffender Weise dem Namen von Gottes Sohn: Jesus.

Erstaunlich: „Je suis“ sind die französischen Worte für „Ich bin.“ Und das erinnert zusätzlich ganz stark an Jesus. Der hat nämlich zahlreiche Ich-bin-Worte von sich gegeben. Z.B.:

ICH BIN (JE SUiS) – DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben. Kein Mensch kommt zu (Gott,) dem Vater, außer durch mich. (JESUS)

Auf Französisch:
Je suis le chemin, la vérité et la vie.
Nul ne vient au Père que par moi. (JÉSUiS)
la sainte Bible

JE SUIS. – ICH BIN! In dieser Absolutheit ohne irgendeine Ergänzung kann das nur Gott von sich sagen. Siehe Altes und Neues Testament. Und diese starke Aussage Gottes – so etwas wie „Ich bin da.“ – ähnelt auf Französisch in sehr verblüffender Weise dem Namen von Gottes Sohn. Ob das Absicht ist? Wenn Gott genauso gerne mit Sprache spielt, wie viele Satiriker, Comedians und Blogger, dann schon.

JE SUiS
CHaRlie

Vielleicht wäre das mit den Schildern und dem zweiten Blick generell eine gute Idee:

Was wäre, wenn wir – egal ob in Deutschland oder Frankreich oder anderswo unser Entsetzen, unseren Schmerz, unsere Fragen nicht nur auf Schildern hochhalten … sondern das alles zu Gott herausschreien würden? Selbst auf die Gefahr hin, dass wir keine Antwort kriegen?
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Was wäre, wenn wir auf unseren Schildern, in unseren Karikaturen, in den Zeitungen und im Internet zu Gottes Sohn – zu JE SUiS CHRISTus – schreien würden und ihn um Bewahrung und Schutz vor Terroristen oder um Hilfe bei gesellschaftlich unlösbaren Anliegen wie der Rentenabsicherung, dem Sicherstellen der Pflege, oder der Vermeidung von Klimakatastrophen zu ihm schreien würden?

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Ich weiß nicht, ob oder wie Jesus auf unser Schreien und Bitten antworten würde. Aber wir könnten es versuchen. Vielleicht lässt er mit sich reden, wenn wir ihm mit unseren Problemen und unlösbaren Anliegen die Tür einrennen. Einzeln oder gemeinsam. Ob was dabei rauskommt, ist nicht vorherzusehen. Aber einen Versuch ist es Wert. Und bei wirklich drängenden Schwierigkeiten lohnt sich sogar eine ganze Reihe von Versuchen.

Lasst uns zu Gott, zu seinem Sohn, schreien – bei dem Punkten, die uns wirklich wichtig sind:
JESUiS CHRISTus – HAB ERBARMEN MIT UNS!

 

JESUiS-CHaRlie Jesus: Ich-Bin-Worte

Vielleicht antwortet Gott ja.

 

Nachtrag:

Bei der Reschersche zu Charlie Hebdo stieß ich auf eine ziemlich bitterböse „Karikatur“ über Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Die Zeichnung war mehrfach unter der Gürtellinie und von übelster Sorte. Man muss nicht an Gott, den Vater von Jesus Christus glauben, wenn man nicht will – man muss ihn aber auch nicht so übel verspotten.

Wenn wir Gottes Hilfe erflehen wollen – und die brauchen wir – dann sollten wir und ganz Frankreich uns nicht nur von jeglicher Gewalt distanzieren, sondern auch von jeglichem Spott übelster Sorte über Gott Vater, Jesus und den Heiligen Geist, den Charlie Hebdo vom Stapel gelassen hat.

Wir sind auf Gottes Hilfe und Schutz angewiesen – da können wir uns solche Schmähungen nicht leisten.

Es ist nicht in Ordnung, Menschen umzubringen. Aber es ist genauso wenig in Ordnung, den dreieinigen Gott derart unter der Gürttellinie zu verspotten.

Vielleicht könnten wir in Frankreich und Deutschland uns gegen Gewalt aussprechen und gleichzeitig Gottes Hilfe und Schutz erbitten, indem wir die Schilder wie oben angedeutet ändern in:

JE SUiS
CHRIST

oder

JE SUiS
CHRIST(IEN)
Bedenkenswerte Gedanken unter der Frage „Können Christen ‚Ich bin Charlie‘ rufen?“ finden sich auch auf idea.de:
www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/koennen-christen-ich-bin-charlie-rufen-83085.html

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